Die Märkte der Innenstadt zu Fuß, vom Graben zum Spittelberg
Innerhalb der Ringstrasse drängen sich im ersten Bezirk drei Weihnachtsmärkte, nur ein paar Minuten voneinander entfernt, und die Einkaufsstraßen dazwischen sind mit Lichtern behängt. Gleich außerhalb des Rings setzen der Maria-Theresien-Platz und die Biedermeiergassen am Spittelberg den Abend fort. Dieser Ratgeber nimmt sich die Märkte einzeln vor und verbindet sie dann zu einer Route für tagsüber mit einem Abstecher zum Karlsplatz.
Der erste Bezirk zu Weihnachten
Die Innere Stadt, Wiens erster Bezirk, liegt innerhalb der Ringstrasse, mit dem Stephansdom in der Mitte. Der Stephansplatz hat seinen Markt am Fuß des Doms, und Am Hof und die Freyung liegen ein paar Minuten hinter dem Graben. Dazwischen tragen der Graben und die Kärntner Strasse, die beiden Fußgängerzonen zum Einkaufen, die prächtigste Weihnachtsbeleuchtung der Stadt. Gleich außerhalb des Rings verlängern der Maria-Theresien-Platz und der Spittelberg denselben Abend, und der Studentenmarkt am alten Uni-Campus ist eine kurze Fahrt entfernt.
| Markt | Zeitraum | Öffnungszeiten |
|---|---|---|
| Stephansplatz | 6. Nov. bis 26. Dez. | 11–21 Uhr; 24. Dez. bis 16 Uhr; 25. und 26. Dez. bis 19 Uhr |
| Am Hof | 13. Nov. bis 23. Dez. | Montag bis Donnerstag 11–21 Uhr, Freitag bis Sonntag ab 10 Uhr; Essensstände bis 22 Uhr |
| Freyung | 14. Nov. bis 23. Dez. | 10–21 Uhr |
| Maria-Theresien-Platz | 20. Nov. bis 26. Dez. | Montag bis Freitag 11–21 Uhr, am Wochenende ab 10 Uhr |
| Spittelberg | 13. Nov. bis 23. Dez. | Werktags ab 14 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen ab 11 Uhr, bis 21:30 Uhr |
| Uni-Campus | 13. Nov. bis 23. Dez. | Montag bis Donnerstag 14–22 Uhr, Freitag bis 23 Uhr; Samstag 11–23 Uhr und Sonntag 11–21 Uhr |
| Art Advent, Karlsplatz | 13. Nov. bis 23. Dez. | 12–20 Uhr; Essen bis 21 Uhr |
Öffnungstage und -zeiten legt jeder Veranstalter erst kurz vor Saisonbeginn fest, schau also auf die Website des Markts, bevor du losgehst. Unsere vollständige Tabelle mit Terminen und Öffnungszeiten ergänzt die Märkte weiter draußen.
Stephansplatz, unter dem Dom
Rund 40 Stände stehen am Fuß des Stephansdoms, und sie setzen auf hochwertige Produkte aus Österreich statt auf billige Souvenirs. Der Markt öffnet früh, am 6. November, und bleibt bis 26. Dezember, mit verkürzten Zeiten über Weihnachten. Die U1 und die U3 halten beide am Platz. Rund um den Dom triffst du außerdem auf Verkäufer im Mozart-Kostüm, die auf der Straße Konzertkarten anbieten. Unser Ratgeber zu Weihnachtskonzerten erklärt, wie du eines auswählst, ohne zu viel zu bezahlen.
Am Hof und die Freyung
Am Hof ist der Geschenkemarkt. In den Hütten gibt es erstklassiges Kunsthandwerk, und an vielen Abenden singen Chöre. Die Essensstände bedienen bis 22 Uhr, eine Stunde nachdem die Verkaufsstände schließen. Wochentags öffnet er um 11 Uhr, von Freitag bis Sonntag um 10 Uhr.
Ein paar Schritte weiter findet auf der Freyung der Altwiener Christkindlmarkt statt, auf einem Platz, auf dem schon seit 1772 Markt gehalten wird. Die Stände haben sich auf mundgeblasenes Glas und Weihnachtskrippen spezialisiert, daneben gibt es Keramik. Die Adventmusik beginnt um 16 Uhr, und der Markt hat bis 23. Dezember täglich von 10 bis 21 Uhr offen.

Die Luster am Graben und die Kärntner Strasse
Die Lichter kosten nichts und brauchen keine Öffnungszeiten. Über dem Graben hängen riesige Luster aus Licht, die die breite Straße fast in einen Ballsaal verwandeln, und mitten auf der Straße steht die barocke Pestsäule. Die Kärntner Strasse, die vom Dom Richtung Staatsoper führt, hat ihre eigene Beleuchtung. Beide Straßen sind Fußgängerzonen, du kannst also stehen bleiben und nach oben schauen, ohne dem Verkehr ausweichen zu müssen.
Ein paar Schritte vom Graben entfernt, am Petersplatz, steht die Peterskirche, eine Barockkirche nach Plänen von Lukas von Hildebrandt, die 1733 fertiggestellt wurde. Classic Ensemble Vienna spielt in ihren Gewölben ein einstündiges Konzert, ab ~49 €, auf Viator rund 50 €. Das Programm kombiniert Eine kleine Nachtmusik und Die vier Jahreszeiten mit Bach und Schubert. Haydn und ein paar weihnachtliche Stücke füllen die Stunde. Der Haken: Es gibt mehr Klassiker als Weihnachtslieder, und einige Gäste hatten ein Weihnachtsprogramm erwartet. Kurze Hosen sind nicht erlaubt, Filmen ebenso wenig.
Eine Stunde in den Gewölben von St. Peter
Bieg vom Graben ab in die Gewölbe unter der Peterskirche, wo ein kleines Ensemble Vivaldi und Mozart spielt, ab ~49 €. Zwischen zwei Märkten wärmt dich das schön auf.
Für einen größeren Abend spielt das Wiener Mozart Orchester im Goldenen Saal des Musikvereins, ab ~69 €, auf Viator rund 70 €, Mozart-Arien und Strauss in historischen Kostümen und Perücken, mit zwei Opernsängern. Der Haken hat zwei Seiten. Von Plätzen auf der Galerie sieht man manchmal nur eingeschränkt, und das hier ist eine Kostümshow für Besucher, nicht die Wiener Philharmoniker.
Maria-Theresien-Platz und Spittelberg
Überquere von der Hofburg aus den Ring, und du kommst zum Maria-Theresien-Platz, wo rund 70 Stände die Gärten zwischen dem Kunsthistorischen und dem Naturhistorischen Museum füllen. Er öffnet später als die anderen, am 20. November, und bleibt bis 26. Dezember, wochentags ab 11 Uhr und am Wochenende ab 10 Uhr.
Hinter den Museen, im 7. Bezirk, haben die Gassen am Spittelberg ihre niedrigen Biedermeierhäuser bewahrt. Der Markt hier setzt auf nachhaltige und fair gehandelte Produkte, öffnet werktags um 14 Uhr und an Wochenenden und Feiertagen um 11 Uhr und schließt um 21:30 Uhr. Durch den späten Start ist er die natürliche letzte Station eines Abends.
Der Studentenmarkt am alten Campus
Das Weihnachtsdorf in Hof 1 des alten Uni-Campus, dem Alten AKH an der Alser Straße, zieht ein studentisches Publikum an. Es gibt Eisstockbahnen und eine Kindereisenbahn, dazu ein altes Karussell. Freitags und samstags hat es bis 23 Uhr offen, länger als jeder Markt innerhalb des Rings. Auch der Food-Walk von Venture Vienna macht hier Halt, wie unsere Seite zum Markt am Rathausplatz erklärt.
Eine Route für tagsüber mit Abstecher zum Karlsplatz
Diese Runde läuft bei Tageslicht und in anderer Reihenfolge als unser Abendspaziergang, sie passt also zu einem kurzen Winternachmittag oder einem zweiten Besuch.
- Starte um 10 Uhr auf der Freyung und such dir Glasschmuck aus, solange das Licht gut ist
- Geh weiter nach Am Hof, von Freitag bis Sonntag ab 10 Uhr offen, an den anderen Tagen ab 11 Uhr
- Folge dem Graben unter seinen Lustern zum Stephansplatz, der um 11 Uhr öffnet
- Geh die Kärntner Strasse hinunter Richtung Staatsoper und weiter zum Karlsplatz, wo Art Advent um 12 Uhr mit Bio-Essen vor der Karlskirche öffnet
- Mach dich auf den Weg hinüber zum Maria-Theresien-Platz, für ein Häferl zwischen den Museen
- Zum Schluss geht es an den Spittelberg, der werktags um 14 Uhr öffnet, und dort bleibst du, bis gegen 16 Uhr die Lichter angehen
Von dort ist es für den Abend nur ein kurzer Weg zum großen Platz vor dem Rathaus. Für die Getränke unterwegs lies Punsch, Glühwein und Weihnachtsessen, und gegen die Kälte Wien im Dezember. Die Märkte in Schönbrunn und am Belvedere sind ein guter zweiter Tag.